Andreas Franz – Schrei der Nachtigall

Filed Under (Buchtipps) by Susanne on 06-05-2009

Also das Buch von Andreas Franz – Schrei der Nachtigall muss ich folgendermaßen bewerten. Das Buch selber ist nicht schlecht, man kann es sehr zügig und auch einfach lesen ohne durch einander zu geraten.

Als Überbrückung sehr gut sogar zu lesen, was mich stört daran ist, dass es zu langwierig ist. Mir sind die Ausschweifungen und das persönliche Glück vom Kommissar Brandt zu lästig aber das ist eine persönliche Meinung das ging mir bei dem ersten Buch was ich las auch tierisch auf dem Nerv.  

Keine Ahnung mehr wie das hier, ging da um einen Pubertierenden Knaben namens Mike der seinen Vater hasste und deshalb Frauen ermordete.

Wer aber der Meinung ist hier das Tempo zu bekommen was bei dem Buch Das Syndikat der Spinne auftaucht der ist völlig auf dem Holzweg. Schrei der Nachtigall ist sicher Lesenswert und eine gute Unterhaltung und kann es deshalb auch weiter empfehlen. Man muss auch aufgeschlossen sein für andere Charactere und meine Favoritin ist immer noch Julia Durant gefolgt von Sören Henning.

In dem Sinne viel Spaß jetzt mit der Leseprobe

 

Leseprobe

„Das können doch wohl auch andere übernehmen. Jetzt tu nur nicht so, als ob du an dem Fall nicht interessiert wärst. Ich seh doch an deinem Gesicht, wie es dir in den Fingern juckt. «

»Weiß Bernie schon Bescheid? «

»Woher denn, ich hab doch gerade eben erst mit Hanau telefoniert. «

»Also gut, gehen wir’s an. Ich hoffe nur, dass sich da keiner einen üblen Scherz mit uns erlaubt, mir ist nämlich heute nicht danach zumute. «

»Schlechte Laune?«

»Blödsinn, nur schlecht geschlafen«, schwindelte er. »Informieren wir unsern Boss, und dann ab in die Pampa. «

Brandt und Eberl begaben sich ins Nebenzimmer, wo Spitzer noch immer telefonierte, seinen bei den Kollegen jedoch mit einer Handbewegung bedeutete, dazubleiben. Er wirkte aufgeregt, sein Gesicht war gerötet, als er sagte:

»Ja, wird erledigt … Sie können sich drauf verlassen, dass wir Sie auf dem laufenden halten … Ja, ich melde mich, sobald ich Näheres weiß. « Er legte auf, ließ sich zurückfallen und atmete ein paarmal tief durch.

»Was wird erledigt, und wen wirst du auf dem laufenden halten?« ,fragte Brandt mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, als wüsste er genau, was Spitzer gleich antworten würde.

»Du brauchst gar nicht so blöd zu grinsen! Die Klein, diese dumme Kuh! Keinen Schimmer, was die wieder hat, aber sie will unbedingt, dass wir diese Albaner endlich hochnehmen. Ich hab ihr versucht klarzumachen, dass die Kerle uns bis jetzt keinerlei Gründe für eine Festnahme geliefert haben, aber die hat mich so zugelabert … «

» Vielleicht hat sie ihre Tage«, bemerkte Brandt nur. »Dann hat sie wohl andauernd ihre Tage. «

» Pass auf, mal weg von der Klein und den Albanern.

Unsere Leute in Hanau haben einen anonymen Anruf erhalten, laut dem ein Unfalltod angeblich kein Unfall war. Nicole und ich fahren da jetzt hin, schauen uns die Unterlagen an und hören uns bei seinen Hinterbliebenen und eventuell der Nachbarschaft um.

Danach entscheiden wir, oh und wie wir weiter vorgehen, vorausgesetzt, es gibt überhaupt Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Behalt das aber erst mal für dich, die Klein sollte besser noch nicht Wind davon bekommen. «

»Die kann mich sowieso mal kreuzweise. Das Problem ist nur, dass mir dadurch zwei Leute für die Observierung fehlen. «

»Ach komm, du wirst schon jemanden auftreiben, der das gerne übernimmt«, sagte Eberl lächelnd. »Falls wir es mit einem Mord zu tun haben … «

»Haut schon ab, ich krieg das hier auch ohne euch auf die Reihe. «

 

Mittwoch, 9.45 Uhr

Hauptkommissar Heinzer hatte eine dünne Akte auf seinem Schreibtisch liegen, als Brandt und Eberl in sein Büro kamen. Heinzer war neunundfünfzig, seine Frau vor einem halben Jahr nach langem Dahinsiechen…“

The Stand – Das letzte Gefecht von Stephen King

Filed Under (Buchtipps) by Susanne on 04-05-2009

The Stand – Das letzte Gefecht von Stephen King habe ich in der Fassung gelesen die kurz war dann habe ich es wiederholt gelesen als längere Fassung über 1400 Seiten und ich war hin und weg von diesem King Thriller.

Unter anderem habe ich mir es sogar angetan und mir den gleichnamigen Film angeschaut der aufgeteilt wurde in drei Teilen, nein, ich habe es nicht bereut, keineswegs.

Für mich ist The Stand eine gute Verfilmung gewesen aber ein Buch ist meistens immer besser weil man im Film hin und wieder Details weg lässt, das war in “Es” so und in “Misery” und es wird immer so weiter gehen. Wichtig ist für mich dabei dass man irgendwo bei dem Leitfaden bleibt…

Ich habe heute eine Leseprobe von The Stand – Das letzte Gefecht von Stephen King und kann nur noch einmal erwähnen, dass dieses Buch einfach sensationell ist. Es ist spannend und der Leser wird gepackt und einige halten diesen Roman sogar für das wahre Meisterwerk des Stephen Kings.

Leseprobe

“Outside the street’s on fire
In a real death waltz
Between what’s flesh and fantasy
And the poets down here
Don’t write nothing at all
They just stand back and let it alt be
And in the quick of the night
They reach for their moment
And try to make a honest stand
But they wind up wounded
Not even dead Tonight in Jungle Land  

Bruce Springsteen

And it was clear she couldn’t go on!
The door was opened and the wind appeared,
The candles blew and then disappeared,
The curtains blew and then he appeared,
Said, »Don’t be afraid,
Come on, Mary”,
And she had no fear
And she ran to him
And they started to fly…
She had taken his hand…
»Come on, Mary;
Don’t fear the Reaper! «  

Blue Öyster Cult  

WHAT’S THAT SPELL?
WHAT’S THAT SPELL?
WHAT’S THAT SPELL?  

Country Joe and the Fish 


»Sally. «

Ein Grummeln.

»Wach jetzt auf, Sally. «

Ein lautes Grummeln: Lass mich schlafen. Er schüttelte sie heftiger.

»Wach auf. Du musst aufwachen! « Charlie.

Charlies Stimme. Er rief nach ihr. ‘Wie lange, sehen? Sally schwamm aus, dem Schlaf empor.

Zuerst blickte sie auf die Uhr auf dem Nachttisch und stellte fest, daß es Viertel nach zwei morgens war, Charlie hatte hier gar nichts verloren; er müsste im Dienst sein. Dann sah sie ihn um ersten Mal richtig an, und irgendetwas schoss in ihr hoch, eine tödliche Intuition.

Ihr Mann war leichenblass. Seine Augen waren aufgerissen und quollen aus den Höhlen. Er hatte die Autoschlüssel in einer Hand. Mit der anderen schüttelte er sie immer noch, obwohl sie die Augen aufgeschlagen hatte’. Es war, als’ hätte -er die Tatsache, daß sie wach war, gar nicht registriert.

»Was ist denn, Charlie? Was ist los? «

Er schien nicht zu wissen, was er sagen sollte. Sein Adamsapfel hüpfte sinnlos; außer dem Ticken der Uhr war in dem kleinen Firmenbungalow kein Laut zu hören.

»Brennt’s? « Eine dämliche Frage, aber eine andere Erklärung für seinen merkwürdigen Zustand wollte ihr nicht einfallen. Sie wußte, seine Eltern waren bei einem Hausbrand ums Leben gekommen.

»In gewisser Weise«, sagte er. »In gewisser Weise ist es schlimmer. Du musst dich anziehen, Liebes. Hol Baby LaVon. Wir müssen hier weg. «

»Warum? « fragte sie und stand auf. Schwarze Angst hatte sie gepackt. Alles war auf einmal so merkwürdig. Es war wie ein böser Traum. »Wohin? In den Garten?« ‘Aber sie wußte, er meinte nicht den Garten. Sie hatte Charlie noch nie so, ängstlich gesehen. Sie holte tief Luft, konnte aber keinen Rauch und kein Feuer riechen,

»Sally, Liebes, stell keine Fragen. Wir müssen weg. Weit weg.

Hol Baby LaVon und zieh sie an. «

»Aber soll ich … haben wir Zeit zu packen? «

Das schien ihm Einhalt zu geben. Ihn irgendwie aus dem Geleise zu bringen. Sie hatte gedacht, ihre Furcht könnte nicht mehr größer werden, aber sie hatte sich geirrt. Was sie bei ihm für Angst gehalten hatte, kam eher nackter Panik gleich; das wurde ihr jetzt klar.

Er strich sich abwesend mit einer Hand durchs Haar und antwortete: »Ich weiß nicht. Ich muß erst die Windrichtung prüfen. «

Mit dieser bizarren Bemerkung, die sie überhaupt nicht begriff, ließ er sie frierend und ängstlich und verwirrt barfuß in ihrem Baby-Doll-Hemdchen stehen. Es war, als hätte er den

‘Verstand verloren. Was hatte die Windrichtung damit zu tun, ob sie Zeit zum Packen hatte oder nicht; Und was sollte überhaupt -weit weg- heißen? Reno? Vegas? SaIt Lake City? Und …

Sie legte die Hand an den Hals, als eine andere Erklärung sie durchfuhr.

Desertieren. Dieser überstürzte’ nächtliche Aufbruch bedeutete, daß Charlie desertieren wollte.

Sie ging in das kleine Zimmer, das als LaVons Kinderzimmer diente, stand einen Augenblick da und sah unentschlossen auf das schlafende Baby in seinem rosa Strampelanzug hinunter. Sie klammerte sich an die schwache Hoffnung, daß dies nichts weiter als ein außergewöhnlich lebhafter Traum war.

Er würde vorbeigehen, sie würde morgens um sieben aufwachen, wie gewöhnlich, LaVon und sich selbst etwas zu essen machen und dabei die erste Stunde der Today-Show ansehen, und wenn Charlie um acht Uhr von der Arbeit kam, nachdem er wieder einmal seine Nachtschicht im Nordturm des Reservats abgesessen hatte, würde sie ihm Eier kochen.

In zwei Wochen würde er wieder die Tagschicht übernehmen und nicht mehr so launisch sein, und wenn er nachts bei ihr schlief, würde sie keine verrückten Träume wie diesen mehr haben und…

»Beeil dich! « zischte er sie an und machte ihre schwache Hoffnung zunichte. »Wir haben gerade noch Zeit, ein paar Sachen zusammenzukramen … aber bei Gott, Frau, wenn du sie liebhast … «, er deutete auf die Wiege, »dann zieh sie an! «

Er hustete nervös in die Hand, riss Sachen aus den Kommodenschubladen und warf sie achtlos in zwei alte Koffer.

Sie weckte Baby LaVon und beruhigte die Kleine, so gut sie konnte; die Dreijährige war quengelig und verwirrt, weil sie mitten in der Nacht geweckt wurde, und sie fing an zu weinen, als Sally ihr Unterhose, Bluse und eine Latzhose anzog.

Das Weinen des Kindes machte ihr mehr angst denn je. Es erinnerte sie an die anderen Anlässe, wenn LaVon, die normalerweise ein wahrer Engel war, geweint hatte: von Windeln wundgescheuert, beim Zahnen, Keuchhusten oder bei Kolik.

Ihre Angst wurde langsam zu Wut, als sie Charlie sah, der mit einem großen Bündel ihrer Unterwäsche in den Armen an der Tür vorbeistürmte. BH-Träger wehten’ hinter ihm her wie die Papierrollen von Silvesterknallbonbons.

Er warf die Wäsche in einen’ der Koffer und klappte ihn zu. Der Saum ihres besten Slips hing heraus, und sie könnte wetten, daß er zerrissen war.

»Was ist denn los! « schrie sie, und ihre wütende Stimme hatte zur Folge, daß LaVon wieder in Tränen ausbrach, nachdem sie sich gerade beruhigt und nur noch geschnieft hatte.

»Bist du übergeschnappt? Sie schicken Soldaten hinter uns her, Charlie! Soldaten!« »Heute Nacht nicht«, sagte ‘er, und seine Stimme klang so überzeugt, daß es erschreckend war. »Und jetzt hör mal zu, Schatz.

Wenn wir nicht schnellstens abhauen, kommen wir nie mehr aus dem Stützpunkt raus. Ich weiß nicht mal, wie ich es überhaupt geschafft habe, vom Turm wegzukommen. Das Sicherheitssystem war wohl defekt. Warum auch nicht? Das ganze verdammte System hat einen riesengroßen Defekt.

« Und dann stieß er ein schrilles, irres Lachen aus, das ihr mehr angst machte als alles andere zuvor. »Ist das Baby angezogen? Gut. Stopf ein paar von seinen Kleidern in den anderen Koffer. Den Rest in den blauen Beutel im Schrank. Und dann nichts wie weg hier.

Ich glaube, wir kommen durch. Der Wind weht von Osten nach Westen. Wenigstens das, Gott sei Dank. « Er hustete wieder in die Hand. »Daddy! « verlangte Baby LaVon und hielt die Arme hoch. »Will zu Daddy! Ja. Huckepack, Daddy! Huckepack! Ja!«

»Jetzt nicht«, sagte Charlie und verschwand in der Küche. Einen Augenblick später hörte Sally Geschirr klappern. Er holte…“

Feuerkind – Stephen King

Filed Under (Buchtipps) by Susanne on 30-04-2009

Der Meister der Horrorgeschichten hat auch mit diesem Roman genau ins schwarze getroffen und das nicht nur bei seinen Fans, die seine schreibweise lieben, weil er einen Roman so schreiben kann dass sich beim Leser selbst die Fußnägel nach oben rollen und eine Gänsehaut die nächste verabschiedet.

Stephen King´s Feuerkind ist ein älterer aber sehr lesenswerter Roman und deshalb gibt es auch gleich mal eine kleine Kostprobe aus dem Buch.

Stephen Kings Feuerkind

New York/Albany

»Daddy, ich bin müde’«, sagte das kleine Mädchen, in der roten Hose und der grünen Bluse gereizt: »Können wir nicht stehen bleiben?

»Noch nicht, Honey.«

Der Mann war groß und breitschultrig und trug eine schäbige Cordjacke mit abgewetzten Ärmeln und eine braune Hose aus grobem Stoff. Er und das kleine Mädchen gingen Hand in Hand die Third Avenue in New York City hinauf. Sie gingen schnell.

Fast liefen sie. Er schaute über die Schulter zurück, und der grüne Wagen war immer’ noch .da und schlich langsam auf der rechten Spur dahin.

“Bitte, Daddy, bitte.“

Er schaute sie an: und sah, wie blass ihr Gesicht war. Sie hatte dunkle Ringe unter den Augen. Er nahm sie hoch und ließ sie In seiner Armbeuge sitzen, aber er wußte nicht wie lange er das noch schaffte. Auch er war müde, und Charlie war kein Leichtgewicht mehr.

Es war fünf Uhr dreißig -nachmittags, und die Third Avenue war verstopft. Sie passierten die Querstraßen in den oberen Sechzigern, und diese Querstraßen waren dunkler’ und weniger  belebt … Aber gerade das fürchtete er.

Sie rempelten eine Dame an, die einen Einkaufswagen mit Lebensmitteln schob. »Passen Sie doch auf«, sagte sie, und dann war sie verschwunden, aufgesogen von der hastenden Menge.

Sein Arm ermüdete, und er verlagerte Charlies Gewicht auf den anderen. Noch einmal schaute er sich kurz um; und der grüne Wagen war immer noch da. Er verfolgte sie und war nur noch einen halben Block hinter ihnen. Auf dem Vordersitz saßen zwei Männer, und er meinte, auf dem Rücksitz einen dritten ausgemacht zu haben.

Was soll ich jetzt tun?

Darauf wußte er keine Antwort. Er war müde und hatte Angst und konnte kaum noch denken. Sie hatten ihn zu einer ungünstigen Zeit erwischt, und die Schweine wußten. das wahrscheinlich.

Er wollte jetzt nur eins: sich auf die dreckige Bordsteinkante setzen und seine Verzweiflung und seine Angst herausschreien. Aber das war keine Lösung. Schließlich war er der Erwachsene. Er mußte für sie beide denken.

Was sollen wir jetzt tun?

Kein Geld. Das war, von den Männern im grünen Wagen abgesehen, vielleicht das größte Problem. Ohne Geld war in New York nichts zu machen. Leute ohne Geld verschwanden ganz einfach von der Bildfläche; sie tauchten in den Gassen unter und wurden nie mehr gesehen.

Wieder schaute er sich um und sah, daß der grüne Wagen aufgerückt war, und der Schweiß lief ihm noch ein wenig schneller den Rücken und die Arme hinunter. Wenn sie so viel wußten, wie er vermutete – nämlich wie wenig ihm von seinen außergewöhnlichen Kräften noch verblieben war – könnten sie vielleicht versuchen, ihn gleich hier zu greifen.

Selbst die vielen Leute würden sie davon nicht abhalten. Wenn man in New York nicht selbst betroffen war, entwickelt man eben diese eigenartige Gleichgültigkeit. Haben sie meine” sämtlichen Daten? überlegte Andy verzweifelt. Wenn ja, dann ist alles gelaufen; dann saß er in der Falle.

Wenn sie die Daten hatten, dann kannten sie auch das ganze Muster. Wenn Andy Geld bekam, passierten die seltsamen Dinge für eine Weile nicht mehr. Die Dinge, an denen sie so brennend interessiert waren.

Weitergehen. Klar, Chef. Gewiß doch, Chef. Wohin?

Er war mittags zur Bank gegangen, denn sein inneres Radar hatte ihn alarmiert – diese komische Ahnung, daß sie schon wieder näher gekommen waren. Und war das nicht eigenartig? Andrew McGee hatte bei der Chemical Allied Bank von New York kein Konto mehr, kein persönliches, kein Giro-, kein Sparkonto.

Alle Konten hatten sich in ‘Luft aufgelöst. Und nun wußte er, daß sie diesmal wirklich Ernst machten. War das Ganze tatsächlich erst fünfeinhalb Stunden her?

Aber vielleicht war “ihm von seinen Fähigkeiten ‘ein klein Rest geblieben. Nur ein winziger Rest. Das letzte Mal lag fast eine Woche zurück – da war dieser Selbstmordkandidat aus der von ihm geleiteten’ Selbsterfahrungsgruppe, der an einem der regelmäßig am Donnerstagabend stattfindenden Beratungsgespräche teilgenommen hatte und dann mit geradezu gespenstischer Gelassenheit über Hemingways Selbstmord referiert und sich dafür begeistert hatte.

Und auf dem Weg nach draußen hatte Andy wie beiläufig den Arm um die Schultern des Selbstmordkandidaten gelegt und ihn psychisch beeinflusst, Hatte sich das wirklich gelohnt? Denn jetzt sah -es so aus) als ob er und Charlie dafür büßen müßten. Fast hoffte er, daß- ein Echo. . .

Aber nein, Entsetzt und von sich selbst angewidert, gab er den Gedanken sofort auf. Das durfte man niemandem, wünschen.

Nur ein kleiner Rest, betete er. Lieber Gott, nur ein kleiner Rest. Nur genug, Charlie und mich aus dieser Klemme zu retten.                

Und wie ich dafür, büßen werde … ganz abgesehen davon, daß  ich einen Monat lang so tot sein werde wie ein Radio mit einer geplatzten Röhre. Vielleicht sogar sechs Wochen lang. Vielleicht sogar wirklich tot, und mein nutzloses Gehirn wird mir aus den Ohren hinaus rinnen.

Aber was soll dann aus Charlie werden?

Vor ihnen lag die 70. Straße, und die Ampeln zeigten, auf Rot. Der Querverkehr strömte vorbei, und an der Ecke stauten sich die Passanten. Und-plötzlich wußte er daß dies genau die Stelle war, wo die Männer aus dem grünen Wagen sie erwischen würden.

Wenn möglich, natürlich lebendig, aber wenn sie Ärger befürchteten… über Charlie wußten sie wahrscheinlieh ebenfalls genau Bescheid.

Vielleicht sind sie gar nicht mehr daran interessiert, uns lebend zu erwischen. Was macht man mit einer Gleichung, die nicht stimmt? Man wischt sie einfach von der Tafel.

Ein Messer in den Rücken, eine Pistole mit Schalldämpfer, möglicherweise auch etwas noch Unauffälligeres – ein Tropfen eines seltenen Giftes an der Spitze einer Nadel. Zuckungen an der Ecke Third Avenue und 70. ‘Straße. Officer, sehen Sie doch, der Mann hat einen Herzanfall!

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